Ein Vertrag bildet den Zustand ab, den das Gebäude bei Abschluss hatte. Über die Jahre kommen Anbauten, ein ausgebautes Dachgeschoss, ein Wintergarten, eine Garage oder ein Nebengebäude hinzu; Bäder und Heizung werden modernisiert, Fenster und Dach erneuert.
Auch technische Anlagen verändern die Situation: eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, eine Wärmepumpe oder eine Ladeeinrichtung. Und schließlich kann sich die Nutzung ändern – etwa wenn ein Teil des Hauses vermietet, gewerblich genutzt wird oder zeitweise leer steht.
Solche Veränderungen sind der häufigste Grund dafür, dass Vertrag und tatsächliches Gebäude auseinanderlaufen. Sie sollten deshalb nachgeführt und nicht erst im Schadenfall thematisiert werden.